Meine 6er

Hier ein wenig über meine beiden Sechser, einen cosmosblauen 635 CSi aus dem Jahr 1985 sowie weiter unten etwas über meinen Neuzugang, einen seltenen 630 CS in amazonitgrün, Baujahr 1978. Farblich extrem nah am Siku-Modell aus meiner Kindheit.




Der cosmosblaue 635 CSi

1985
Boris Becker gewann als 17-jähriger zum ersten Mal Wimbledon, Michail Gorbatschow wurde Präsident der Sowjetunion, die Jugend Westdeutschlands entdeckte Breakdance und der Kernreaktor in Tschernobyl war noch intakt.


Doch das Beste: Im bayrischen Dingolfing wurde gerade ein cosmosblauer 635 CSi zusammengeschraubt. Mein 635 CSi, den ich 20 Jahre später besitzen sollte.


Der Wagen wurde im Dezember 1985 als Fahrzeug des Geschäftsführers einer Metallbaufirma zugelassen. Der Herr mochte es anscheinend dezent und funktionell, denn die Liste der zusätzlich bestellten Extras war äußerst kurz: Metalliclack, Stahlkurbelhebedach (mechanisch), das war's.

Okay, der Wagen besitzt Bordcomputer, Zentralverriegelung, 4 el. Fensterheber, el. Spiegel, Colorglas, ABS, Checkcontrol und Sportsitze, aber all das gehörte damals schon zur serienmäßigen Basisausstattung. Bei einem Neupreis von 70.250,– DM (das entsprach damals dem Wert von 4 VW Golf II) konnte man das allerdings auch erwarten. Schließlich spielte der 635 CSi als Oberklasse-Coupé auf einem ähnlichen Level wie Mercedes SEC, Porsche 928 und Jaguar XJ-S.

Auf Entfall des Modellschriftzuges am Heck wurde vom Erstbesitzer Wert gelegt, sogar der serienmäßige Front- und Heckspoiler wurde werksseitig abbestellt (Sonderausstattungs Code 719). So wirkt der Wagen auf den ersten Blick fast wie der kleinere 628 CSi. That's understatement.


Kurz nach dem Kauf im Jahre 2005  


Sommer 2005

Ich war auf Autosuche. Ein Coupé sollte es sein, das war schon mal klar. Ein (kommender) Klassiker auch. Ausreichend motorisiert, alltagstauglich und vor allem auch noch bezahlbar. Meine Wahl fiel auf den Sechser-BMW, ein Wagen der mich schon immer begeisterte. Luxuscoupé, Top-Stecher im Autoquartett. Eine stilvolle Kombination aus Cruiser und Sportler.

Nach längerer Suche bei Mobile, Autoscout & Co und anschließender Ernüchterung über schlechte Zustände, überzogene Preise oder meistens sogar beides zusammen, stieß ich in einem Forum auf den Tipp eines 6er Fahrers.
In Itzehoe, nördlich von Hamburg, sollte ein guterhaltenes Exemplar aus Ersthandbesitz stehen. Einen Tag später fuhr ich zur dortigen BMW-Niederlassung. Dort wurde der Wagen im Kundenauftrag zum Verkauf angeboten.

Die originale, pure Optik gefiel mir gleich. Ich hätte auch nichts gegen die typischen 635er-Spoiler gehabt, aber so wie er da stand, sah der Wagen für mich einfach stimmig aus. Kein Chi-chi und kein Geprotze. Stilistisch einfach nah an der Urform.
Die stoffbezogene, blaukarierte Wohnwelt (immerhin Sportsitze) und die braungetönten Scheiben störten ebenfalls nicht. Ab Mitte der 90er Jahre wirkte diese Kombination wahrscheinlich schon wieder ziemlich skuril und seltsam, aber die ungewöhnliche Zusammenstellung hatte für mich etwas besonderes.



Ein Foto aus dem Jahr 1993. Gemacht vom Erstbesitzer kurz vor dem Einmotten.
Die 90er Jahre erlebte der Cosmosblaue fast vollständig im eingemotteten Zustand. Zugelassen war er lediglich von Dezember 1985 bis Mai 1993.
Danach wurde er 12 Jahre lang fachgerecht in einer Garage (angeblich mit Luftentfeuchter) eingelagert.
"Um das Fahrwerk zu entlasten, wurde der Wagen mit abmontierten Rädern auf neoprenbezogenen Holzböcken gelagert und der Motor jedes Jahr einmal 'kalt' durchgedreht" erzählte mir der Besitzer des Wagens.

Auch die bisher 150.780 abgespulten Kilometer in 7,5 angemeldeten Jahren, also ein Jahresschnitt von 20.000 km, klangen plausibel. Und eher nach Autobahn-Langstrecke statt Brötchenholen mit kaltem Motor.

Ausser einer kleinen Stelle am hinteren Radlauf wirkte der 6er überraschend rostfrei. Da hatte ich schon ganz andere Exemplare gesehen. Rost ist leider Thema Nummer Eins beim E24. Verzinkte Bleche wurden bei BMW leider erst später eingeführt.

Die Inspektion auf der Hebebühne (mit Unterstützung eines Kollegen, der Mechaniker ist) fiel ebenfalls positiv aus. Sämtliche Öle und Flüssigkeiten waren auch schon erneuert worden. Das Einzige was noch störte war der relativ hohe Kaufpreis. 10.000,- Euro sollten es sein.



Nach zwei weiteren Treffen und einigem Feilschen wurden wir uns schliesslich bei 9.100,- Euro einig. Immer noch eine stolze Summe, aber Blechsubstanz und Vollständigkeit waren mir den Kurs wert. Schließlich war von der Akkulampe über kompl. Bordwerkzeug, jungfräulichem Reserverad, eingeschweisstem Original-Verbandskasten bis zum Kaufvertrag von 1985 alles komplett.
Einige Ersatzteile, Belege, Fotos von damals und einen zweiten Satz Felgen gab es noch mit dazu.


Direkt nach dem Kauf ging es zur Zulassungsstelle. Die Bauratabnahme stand an. Nach 12 Jahren Standzeit hatte ich schon einige Bedenken gleich durch den TÜV zu kommen. Die mindestens 12 Jahre alten Pirelli Cinturato waren schließlich auch schon eher Hartgummi als griffig. Doch der Prüfer beanstandete lediglich das schlecht eingestellte Fernlicht, die nicht ganz korrekt befestigte Batterie und eine eingerissene Gummi-Manschette.
Plakette drauf, Wunschkennzeichen dran und fertig.









"Qualitätsoffensive 2006"


 


Als erstes flog das hässliche, braune Panasonic Radio raus. Seinen Platz nahm ein zeitgenössisches "Becker Mexico Cassette Electronic" ein. Als "State Of The Art" Radio aus dem BMW-Zubehörprogramm, kostete es im Dezember 1985 sagenhafte 2.630,- Mark(!). Dafür wartete es mit Features wie geschwindigkeitsabhängiger Lautstärkeregelung und Senderkennung (einem RDS-Vorläufer) auf.
Die zerschnitzten Heckablagendeckel mit nachgerüsteten "Kenwood"-Boxen wurden durch die des BMW-Soundsystems ersetzt. Zum Glück fand ich noch neue, originalverpackte für einen halbwegs passablen Preis.

Neue Reifen mussten auch endlich her. Viel Auswahl hatte ich in der Größe 205/70 V 14-zöllig nicht mehr. Ich entschied mich für Fulda Carat Assuro [deren Produktion zwischenzeitlich auch eingestellt wurde]. Sonst waren nur noch wesentlich teurere Vredestein Sprint Classic sowie Michelin-XWX auf dem Markt erhältlich, die schon fast in TRX-Preisregionen vordrangen. Das war's.

Hardyscheibe, Lenkhebel und Silentbuchsen der Hinterachse ließ ich in der Werkstatt meines Vertrauens erneuern. Anschließend ging es zum Lackierer um ein paar kleinere Rostansätze entfernen zu lassen. Das Blech unterhalb der Niere hatte gegen die vom Abstand falsch eingestellte Stoßstange gescheuert. Weiterer Rost auch zwischen Rückleuchte und darunterliegender schwarzer Heckblende. Von aussen kaum zu erkennen, war er innen schon weiter fortgeschritten (überlappende Bleche). Auch unter einem Regenrinnenansatz (nähe Spiegel/A-Säule) war beginnender Rost zu entdecken. Früh entdeckt, früh beseitigt.

Feintuning: Das Lenkrad wurde mit den Produkten des Lederzentrums aufgefrischt und diverse neue Kleinteile (Nieren, Grill) montiert. Musste einfach sein. Ebenso wie der Kauf eines rechten Aussenspiegels.








Die Fettkur — August 2006


Damit mein Bimmer in Zukunft keinen oder möglichst wenig Rost ansetzt ging es zu TimeMAX, einer der wohl kompetentesten Adressen in Sachen Korrosionsschutz und Hohlraumversiegelung.

Bekannt wurde Inhaber Gerd Cordes u.a. durch Langzeittests von Hohlraumkonservierungs- und Rostschutzmitteln und diverse Fernsehberichte (u.a. Auto Motor und Sport TV, Stern TV).
Er entwickelte schliesslich ein eigenes Rostschutzsystem, dessen Komponenten aus unterschiedlichen, für den Einsatzzweck passenden Viskositäten bestehen.

Im Gegensatz zu vielen anderen Konservierungsmethoden werden hier unter anderem ca. 100°C Grad heisse Fette verwendet, die im Gegensatz zu Wachsen nicht verspröden und Risse bilden bzw. nicht ausgewaschen werden können, wie dies bei Ölen oft der Fall ist.



Um Zeit und vor allem auch Kosten zu sparen, hatte ich im Vorwege bereits die meisten Teile des Innen- und Kofferraums ausgebaut.
Nach dem Ausbau der Rückbank entdeckte ich dort schon Anrostungen in einem Falz, außerdem hatte ich die Wagenheberaufnahmen im Verdacht. Dort war Unterbodenschutz schon leicht beulig.

Die Jungs von TimeMAX demontierten den Wagen noch weiter und entdeckten zusätzlich noch an den inneren Spiegeldreiecken und unter den Türdichtungen Rost.
Auch an den Wagenheberaufnahmen war, wie schon befürchtet, nicht alles rostfrei: Durch das Endoskop betrachtet sahen die Schweller von innen erstaunlich perfekt aus, doch nach der Kratzprobe an den Wagenheberaufnahmen war klar, das dort doch mehr Rost zu finden war.
Der Unterbodenschutz wurde in diesem Bereich komplett runtergeholt um das ganze Ausmaß zu begutachten.
Um den Rost besser aus den verwinkelten Ecken zu bekommen, wurde dort gestrahlt. Ebenso am Blechfalz unter den Türdichtungen. Im Schweller musste sogar eine kleine Durchrostung geschweisst werden.

Die inneren Spiegeldreiecke wurden ebenfalls komplett entrostet, grundiert und lackiert. Das trieb natürlich den Arbeitsaufwand und die Kosten ziemlich in die Höhe. Aus grob geplanten 3-4 Tagen wurde dann doch eine Arbeitswoche. Dafür wurde allerdings auch nahezu jeder Winkel oder Hohlraum der Karosse erfasst und mit Fett versiegelt.


Vor TimeMAX: Radhaus vorne rechts.
Da kann man eigentlich nicht meckern.
Gleicher Kotflügel (nach vorne fotografiert).
Die braunen Stellen sind altes Hohlraumwachs.
Bei TimeMAX (ab jetzt Dokumentationsbilder der Mechaniker): Abdecken der Karosse.
Gleich gehts los.
Zack.
Dick auf die Nähte und Problemstellen.
Wie beim Backen: Das dazugehörige Blech (siehe erstes Bild oben) wird von Hand gefettet.
Innenraum: A-Säule
B-Säule, Gurtrollenaufnahme und Fensterheber hinten.
Unter der Rücksitzbank.
Hintere Stoßstange.
Nase...
Im Kofferraum geht's weiter: Vor dem Fetten.
Blick durch die ausgebaute linke Rückleuchte.
Rechte Rückleuchte von innen.
Mit viel Liebe.
Kennzeichenleuchten, beliebte Roststelle.
Batteriefach von oben...
...und unten.
Stoßstange vorn. Das Gummi wird angehoben und heisses Fett per Spritze injiziert.
So sieht's aus wenn es erkaltet ist.
Spiegeldreieck entrostet...
...grundiert...
...lackiert und konserviert.
Verdächtige Stellen an der Wagenheberaufnahme.
Kratzprobe — braun.
Unterbodenschutz runtergeholt.
Loch wird geschweißt
Sandstrahlen bzw. Glasperlstrahlen.
Eins...
...zwei... ...drei — fertig ist der Lack.
Inklusive Fett.
Tür, innen.
Mit der Spritze in den Falz unter der Dichtung.
Hier wurde zuvor auch gestrahlt, grundiert und lackiert.
Anderes Fett.
Neue Türfolie.
Bereich um das Differential.
Zierleiste von innen gefettet,
Fensterheber abschmieren,
Finish mit speziellem, gummiverträglichen Fett unter den Fensterdichtungen.

Des weiteren wurden noch 2 Ablauflöcher in den inneren Teil der Kofferraumklappe gebohrt (links und rechts, je 5 mm). Sie sollen die Ansammlung von Kondenswasser verhindern.

Nach der Konservierung wurde der Wagen in einem Trockenofen auf 60 Grad Blechtemperatur erhitzt, um das Fett noch weiter kriechen zu lassen, und das Nachtropfen zu minimieren.

Mit dazu gab es noch eine CD mit einer Fotodokumentation der Arbeiten (fast alle der hier gezeigten Bilder stammen davon) und ausserdem ein Serviceheft, in dem die Schwachstellen des Wagens für Nachuntersuchungen festgehalten wurden.

Alles in allem ein ziemlicher Aufwand, der zwar einen relativ hohen Preis hatte (ca. 2.000,- Euro inkl. aller Arbeiten) aber das Geld absolut wert war.
Allein der Austausch rostiger Kotflügel vorne kostet ja schon ca. 1.300,- Euro. Und das ist nur der reine Ersatzteilpreis ohne anpassen und lackieren. Lohnt sich also.

"Hält jetzt fast bis ewig". Oder so. Falls nicht werde ich berichten.



Wer sich für das Thema Korrosionsschutz interessiert, der findet hier aktuelle Vergleichstests. Von der Zeitschrift "Oldtimer-Markt", als PDF zu downloaden.

Nachtrag: Mittlerweile hat TimeMAX leider die Preise ziemlich nach oben hin korrigiert. Die hier gezeigte Konservierung ist allerdings auch schon etliche Jahre her.








Oldtimer-Markt-FotowettbewerbSeptember 2006


Endlich konnte ich ein wenig Kapital aus meinem Autofotozwang schlagen. Ein fünfter Platz beim Oldtimer-Markt-Fotowettbewerb, das bedeutete ein kostenloses Jahresabo der Zeitschrift.
Bei knapp 1.000 eingesandten Bilder ein durchaus passables Resultat. Das Motto war freigestellt, lediglich ein Klassiker/Oldtimer sollte drauf sein.

Auf 14 Zoll-Kreuzspeiche-Styling-5 im Parkhaus
 






1 Zoll mehr AluminiumApril 2008

Bei eBay gebrauchte 15 Zoll Kreuzspeichen geschossen. Top Zustand.

Liefen vorher auf einem E34, aber wurden früher auch exakt so für den Sechser als Zubehörfelge angeboten.

Mit den 225/60 Bridgestone Turanza ein wesentlich besseres Fahrgefühl als den 205/70 14" Fuldas.






Winterpause — 151 Tage ohneNovember 2008

Ratzepüh.

Bis zum Saisonstart im April heisst es gute Nacht.

 






2009 — Wieder auf dem Asphalt

April Zweitausendneun und los geht's — leider erstmal mit Reparaturen in der Werkstatt: Kupplung, Hardyscheibe, Schwingungsdämpfer, Pilotlager neu.
Die Kupplung war ziemlich durch und ging schwer (nach 167.000 km), die Hardyscheibe war das letzte Mal anscheinend nicht richtig korrekt montiert worden und schabte am Schaltgestänge. Dazu noch neue Haubenlifter und Ventilspiel einstellen lassen.

Danach: Ab in den Beautysalon und bei Stand By professional car service den Lack mal professionell aufpolieren lassen.
Innen - Aussen - Carnaubaversiegelt - Hammer!

Wie sagte schon Walter Röhrl: "Man kann ein Auto nicht wie ein menschliches Wesen behandeln — Ein Auto braucht Liebe!"


Bei Stand By (Handyfotos)






Es gibt immer noch etwas zu optimierenNovember 2009


Ich bin Perfektionist, deshalb waren auch schnell wieder ein paar Stellen gefunden, die verbesserungswürdig erschienen.
An der schwarz lackierten Blende zwischen den Rückleuchten blätterte partiell Lack ab, eine Chromleiste der Stossstange schlug Blasen wg. schlechter Verchromung und am Regenrinnenansatz war vor 3 Jahren schlecht lackiert worden. Da kam wieder was hoch.
Der Wagen wurde generell noch einmal nachuntersucht (Timemax-Wartungsintervall). Im Zuge dessen wurde ein versteckter und abgeschlossener Hohlraum in der Nähe der Hinterachsaufnahme angebohrt und mit heissem Fett konserviert.

Es ist ein ewiger Kampf, das Auto will sich einfach wieder in seine ursprüngliche Molekularstruktur zerlegen, aber ich werde dagegen ankämpfen. Hehe. Momentan habe ich die Oberhand. Ich hoffe, das bleibt auch so.

Auf die Bühne, fertig, los: Im hinteren Radhaus wird...
...ein geschlossener Hohlraum nach Schablone angebohrt und heisses Fett eingespritzt.
Proppen drauf, darüber etwas Fett.
(alle 3 Bilder von der Werkstatt gemacht)
Rad wieder dran.
Warteposition

Neue Chromecke, neue Gummileiste.

Schwarze Blende frisch lackiert.
In Abhollaune.
Ab ins Winterquartier.
Volltanken.
6er vs 6er
Rechts gewinnt.




In Bastellaune: Hai ohne Zähne Februar 2010

Winterpause. Langweilig. Gibt's nicht irgendwas zu optimieren? Klar: Seit dem Tage des Kaufes störten mich diese trüben, milchigen Scheinwerfergläser. Und das lag nicht nur an den vielen feinen Steinschlägen. Der hauptsächliche Dreck war auf der Innenseites des Glases zu finden. Aber wie kommt man da ran? Grill raus, Chromringe ab. Hmm, die Gläser lassen sich leider nicht abnehmen. Also Scheinwerferträger abgebaut und nach Hause geschleppt.
Tipp aus dem Forum: durch die Öffnungen der Reflektoren etwas warmes Wasser mit Spülmittel einfüllen. Dann den ausgebauten Lampenträger schütteln und schwenken wie ein Barmixer. Das Ganze am besten auch mit Kalkreiniger und Glasreiniger mehrfach wiederholen. Bitte nicht mit einem Lappen oder spitzen Gegenständen in den Innenraum, das kann den Reflektor beschädigen. Als Abschlussgang mit Brennspiritus, damit sich keine Wasserflecken auf dem inneren Glas bzw. Reflektor ablagern können. Anschließend die verbliebenen Tropfen komplett ausdünsten lassen. Ein deutlicher Unterschied.







Dit war's jewesen — und schon wieder ist eine Saison vorbei Oktober 2010

Eine neue Batterie, ein neuer Zündverteiler, diverse gebrauchte Leerlaufregelventile (die alle nicht optimal liefen) und viele schöne Touren und Treffen.







2011

Erstmal in die Werkstatt um den Bremsdruckspeicher wechseln zu lassen. Das ist diese runde, halb mit Stickstoff gefüllte Kugel unter dem Bremsdruckregler.
Zuvor glimmte die Kontrollleuchte im Cockpit bei jedem Bremsvorgang kurz auf. Für mich war das zuerst eher ein optischer Makel, bis ich bei einer Vollbremsung merkte, dass die volle Bremswirkung erst 0,5 Sec. nach dem Tritt ins Pedal einsetzt. Ein sehr unangenehmes Gefühl...
Nun geht's wieder. Ebenso das Leerlaufventil, das ultraschallgereinigt wurde und seitdem wieder tadellos seine Dienste verrichtet.


Saschas E9 Coupé   mit Blaupunkt Diktiergerät
      Hafenbahnhof, Gr. Elbstraße






TRX und sonst nixMai 2012

TRX Reifen und Spinnenbeinfelgen — meiner Meinung nach eine der passendsten Kombinationen für den Sechser. Speziell für die mittlere Serie, den CS/1. Den Gedanken, meinen Wagen damit zu bestücken, hatte ich schon etwas länger. Durch einen Bekannten erfuhr ich, daß Michelin gerade eine neue Charge passender 220er Reifen aufgelegt hatte. DOT 0312, also März diesen Jahres! Die Pellen waren gerade noch in der Endkontrolle und man konnte sich zu dem Zeitpunkt noch auf eine Vorbestellungsliste setzen lassen. Jetzt oder nie, da musste ich zuschlagen. Das schwarze Gold mit dem Profil der achtziger Jahre wurde kurz darauf von MOR frei Haus geliefert.

Nun mussten nur noch die entsprechenden Felgen her. Ursprünglich wollte ich mir vier einzelne, unbenutzte Ersatzräder aus der Bucht ersteigern. Aber das hätte mehrere Wochen gedauert und ich war ehrlich gesagt ziemlich heiß, die Teile endlich auf dem Wagen zu sehen. Gab es die eigentlich noch im Ersatzteilkatalog von BMW-Classic? Es gab sie. Jetzt konnte ich endlich den Haken in der Option setzen, die der Erstbesitzer 1985 vergessen hatte. Einmal die Sonderausstattungsnummer 290 bitte: einen Satz geschmiedeter BMW Leichtmetallfelgen TRX220/55VR390.

   

Mit den in Pappkartons verpackten Alus aus dem Hause Fuchs ging es dann zum Reifendienst meines Vertrauens. Die Reifenjungs wussten allerdings mit "TRX" (Wiki und Grafik) rein gar nichts anzufangen. Als ich ihnen erzählte, daß die Felgen keine Zollmaße, sondern 39 Zentimeter Durchmesser hätten, waren sie völlig ratlos. Da musste der Chef ran. Der war auch ganz verdattert "das heute jemand noch so etwas aufziehen lässt". Als ich die vier Neufelgen dann aus ihrer Verschachtelung befreite, war er allerdings beeindruckt.
Er geriet ins Schwärmen und erzählte mir mit leuchtenden Augen von seiner Lehre in den achtziger Jahren bei einem Hamburger BMW-Autohaus, und wie er damals die Autos seines Chefs, einen M635CSi und einen M1 fahren durfte. Zwischenzeitlich wurden die Felgen mit dem seltenen Beschlag bestückt. Vorsichtshalber mit der Maschine für Run-Flat-Reifen, da die Flanke des französischen Qualitätsproduktes so massiv wirkte. Runterlassen, fertig. Fährt sich erstaunlich gut. Dreht wunderbar rund, haftet super und sieht absolut oldschoolig aus.

Der zweifelhafte Ruf der TRX kommt oft von Fahrern, deren Reifen das Verfallsdatum längst überschritten haben. Nach 20 Jahren ist selbst TRX-Gummi hart wie ein Stein. Nur die lauten Laufgeräusche, die sind keine Legende. Ab jetzt: Radio aus, Scheiben runter und dem herrlichen Gesang der Reifen beim Fahren zuhören. Genau wie früher.

       
 
schleck so sauber ist's nur einmal lass ihn runter jawoll!






Becker Mexico 2.0 — März 2013

Liebe Adapter-Kassette, Du hast all die Jahre treue Dienste geleistet, aber Dein Sound war leider zu schlecht und das Kabel-Gebimsel hat einfach genervt.
Was gibt es stattdessen für Alternativen? Die Musik via Funkfrequenz zum Radio zu schicken wäre für mich nicht das Gelbe vom Ei gewesen, ein direkter Zugang zum Becker Mexico schien die sinnvollste Lösung zu sein. Bei alten (Mono) Radios ist dies recht simpel: einfach ein passendes Adapterkabel kaufen und direkt an die DIN-Buchse des Geräts anschliessen. Bei einem Becker Mexico aus den achtziger Jahren ist das leider nicht ganz so einfach.

Königs-Klassik Radios hatte die Lösung: ein Kabel mit einem Adapter wurde innen angelötet und durch ein ins Radiogehäuse gebohrtes Loch nach aussen geführt. Dort kann dann der MP3-Player/das Telefon direkt per Klinkenstecker angedübelt werden. Über die "M" Taste schaltet man dann auf die Musik vom MP3-Player um.
Weil das Radio schon mal bei den Spezis war und noch ein paar Jährchen halten soll, wurden auch noch 36 Elcos gewechselt, das Gerät gereinigt, eingestellt und getestet. Kostenpunkt für alles zusammen: etwas unter 200,- Euro.

   


Der kleine schwarze Würfel ist der Adapter, drunter die ausgetauschten Elcos BMW Radio Prospekt 1986






Schon wieder letzter Tag des Jahres Dezember 2014

Zweitausendvierzehn — für mich ein tolles Jahr. Es gab viele schöne Erlebnisse und, schon fast vergessen, Fussballweltmeister wurden wir außerdem.
Was war dieses Jahr eigentlich reperaturtechnisch los? Keine Ahnung, ich muss gleich mal im Ordner mit den abgehefteten Werkstattrechnungen nachschauen. Viel kann es diesmal nicht gewesen sein, das meiste hatte ich über die letzten Jahre eh schon machen lassen. Vor zwei Jahren zum Beispiel die Stoßdämpfer und Domlager rundum neu und den Austausch aller Benzin- sowie Kühlwasserschläuche.
Ach so, die ABS-Kränze und die Gummilager des Motors wurden dieses Jahr erneuert. Sonst außer Standardkram wie Ventile einstellen lassen, Bremsflüssigkeits- und Ölwechsel nichts gravierendes.

Erfreulich und entspannt waren auch die diesjährigen Touren. Die Maiausfahrt und der Trip nach Holland zum Sharknose Meeting in
Arnheim. Noch nie habe ich so viele Hainasen auf einem Haufen gesehen wie in der Stadt im Niederrhein. Euch alles Gute für 2015!


Frühmorgens auf dem Weg nach Holland Sharknose Meeting in Arnheim Autobahn Bolognese
Mit Detlef am Schuppen Eins in Bremen Oldtimer Tankstelle Brandshof, Hamburg Abschlusstour











Der amazonitgrüne 630 CS — Februar 2015

Tja
, wie das manchmal so ist: man stöbert im Annoncenteil von Oldtimerzeitschriften, bei mobile.de und Co und fantasiert so vor sich hin, welchen Wagen man denn als nächstes sein Eigen nennen könnte. Meistens sind es ja nur Spinnereien, die nach relativ kurzer Zeit ganz von selbst wieder verfliegen. So auch bei mir. Porsche 944, Toyota Celica Supra, Jeep Cherokee, Alpina B10, BMW E21, E30 oder Citroën CX GTI Turbo — fand ich alle mal richtig toll — jedenfalls kurzzeitig. Ein 944 S2 hat es immerhin mal geschafft ernsthaft in meine Auswahl zu kommen, aber der Termin vor Ort war dann mehr als ernüchternd und ich fuhr unverrichteter Dinge wieder nach Hause.

Und plötzlich stand er da, im Kleinanzeigenteil des E24-Forums: ein superseltener 630 CS in einer mindestens ebenso seltenen Farbe. Amazonitgrünmetallic! Originalzustand, angeblich rostfrei, Clubsessel mit farngrünem Leder, 145.000 km, Baujahr 6/1978, dritte Hand. Standort: in der Nähe von Wien.
Der aufgerufene Preis klang gut, allerdings ließ das dazugehörige kleine Foto keine Details erkennen. Ich schrieb den Verkäufer an und bat um weitere und vor allem größere Fotos. Die sahen erstaunlicherweise immer noch gut aus.


Und noch ein Schwung Bilder wurde angefordert, diesmal von neuralgischen Stellen wie Kotflügelkanten, Batterieblech, Wagenheberaufnahmen, Türunterkanten, Reserveradmulde, Kotflügel innen. Step by step kamen die Bilder. Leider nicht von allen angeforderten Stellen, aber was zu sehen war gefiel.

Was kostet eigentlich ein Flug nach Wien? Und falls ich den Wagen tatsächlich kaufen sollte, wie bekomme ich das gute Stück zurück nach Deutschland? Eine Rückfahrt auf eigener Achse schied definitiv aus. Im Februar 1000 km über winterlich gestreute Straßen von Österreich nach Hamburg zu fahren, konnte nicht die Ideallösung sein. Gibt es einen Autozug und wenn ja wie teuer? Ein Besuch auf der ÖBB-Website brachte Klarheit: 106,- Euro für das Fahrzeug und 59,- Euro für mich von Wien nach Hamburg-Altona. Gebucht!

Am Freitag, dem 13. Februar, sollte es frühmorgens mit dem Flieger nach Wien gehen, aber der Wochentag machte natürlich seinem Namen alle Ehre: Pilotenstreik bei German Wings. Juchhei, nun also auch Hinfahrt mit der Bahn. Nach zwölfstündiger Bahnfahrt im Nachtzug wurde ich am Wiener Hauptbahnhof vom Verkäufer abgeholt. Zusammen fuhren wir in Richtung Wiener Neustadt, etwa 50km südlich von Wien gelegen.

Da kommt er angefahren Deal!

Wir erreichten die Garage, die Spannung stieg. Der Verkäufer nahm die Abdeckung von Fahrzeug und fuhr den Wagen an’s Tageslicht. Wow! Jetzt nur nicht zu emotional werden. Erstmal wird die Checkliste abgespult. Der gute Eindruck der Fotos täuschte nicht. Viele Neuteile schienen bereits verbaut zu sein. Chromteile und Tür-Gummidichtungen: top. Innenausstattung: bis auf einen Fleck im Fahrerfussraum tadellos. Die Lackierung wurde vor zwei Jahren komplett neu gemacht und machte einen insgesamt guten Eindruck. Punktabzug: bei geöffneter Motorhaube war in einem inneren Falz eine etwas unsaubere Kante zwischen Motorraum- und der äußeren Lackierung zu erkennen und zwei, drei überlackierte Gummistöpsel trübten das Gesamtbild. Eine Hebebühne war nicht zur Hand, deshalb wurden die Radläufe per Hand und Taschenlampe inspiziert, kein Rost dort. Lediglich die Schweller wiesen links und rechts an jeweils einer Wagenheberaufnahme etwas Rost auf. Alles aber nichts Dramatisches.
Auf zur Probefahrt. Ich war noch nie ein Exemplar der ersten Serie gefahren und hatte keinerlei Referenz. Der Wagen fuhr sich mit E12 Fahrwerk in Verbindung mit den 195er Vredestein Sprint Classic auf 14 Zoll wesentlich oldschooliger als mein cosmosblaues Modell von 1985. Auch das Ansprechverhalten des 3-Liter-Vergasermotors war nicht so spontan wie im Einspritzer, aber zum 70er-Jahre-Flair des Wagens passt das trotzdem perfekt.

Soweit so gut, es ging in die Verhandlung. Die Roststellen am Schweller, zwei alte Reifen, ein kaputtes Blinkerglas und etwas Kleinkram ließen noch einen Rabatt zu. Der Kaufvertrag wurde in einem „Heurigen“ (einer österreichischen Weinstube) bei Braten und Knödeln unterschrieben.
Für den Rücktransport hatte ich mir tags zuvor Kurzzeitkennzeichen besorgt, die wurden jetzt am 630 befestigt. Bevor die Frage aufkommt: ja, man durfte damit auch durch Österreich fahren. Allerdings wird das Kurzzeitkennzeichen mittlerweile (ab April 2015) nur noch mit einer gültigen TÜV-Hauptuntersuchung ausgegeben. Das Ganze wäre jetzt also nicht mehr möglich.

Vienna Calling Schneereste und Streusalz auf den Straßen Wien HBF: Autoreisezug zurück nach Hamburg
Sonnenaufgang kurz vor Hamburg-Altona Er ist noch da!  

Es ging wieder zurück über die Autobahn nach Wien zum Autozuggelände, wo schon der Nachtzug wartete. Stolz wie Bolle fuhr ich den Neuerwerb auf den Transportwaggon, dann ging’s in die Koje. Im Sonnenaufgang des nächsten Tages erreichte ich Hamburg-Altona.
Oh ja, er war noch auf dem Waggon. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt sprang der 3 Liter Motor nicht ganz so willig an wie zuvor in der Garage. Anscheinend hatte er auf dem Zug Kühlwasser verloren, denn es gluckste aus dem Kühlsystem. Nach einer Mütze Schlaf ging es gleich zum Autoteilehändler, um Frostschutz zu kaufen und nachzugießen. Danach kein Glucksen mehr.
Am darauffolgenden Montag stand ein Termin beim TÜV an. Vor Anspannung und Freude pinkelte der Grüne leider erstmal ordentlich Öl auf den Fliesenboden der Prüfstation. Das war leider nicht im Sinne der Untersuchung — durchgefallen. Meine Stammwerkstatt fand dann die Ursache: der Öldruckschalter siffte. Kostenpunkt: 8,35 Euro. TÜV bestanden.
Meine kurze Freude darüber wurde allerdings gleich wieder getrübt. Der Schrauber meines Vertrauens stellte diverse neue Mängel fest: das Differential-Gummilager müsste neu, Bremsschläuche hinten ebenso, die Bremsleitungen müssten entrostet werden und der Tank sei ebenfalls durch. Alles wurde durchrepariert inklusive Motoröl, Bremsflüssigkeit, Getriebe- und Differentialölwechsel. Neue Fensterschachtleisten, neue Reifen (Vredestein Sprint Classic 195/70 R14) und neue Felgen aus dem BMW Classic Ersatzteilregal (ja, ich bin ein Nerd) mussten auch noch sein.
Um es kurz zu machen, die ganze Reparatur- und Zulassungsorgie (Behördenstreik, fehlende Papiere, verbeult angelieferter Ersatzteil-Tank) zog sich über mehrere Wochen hin. Egal, war ja immer noch Winter. Dann, am 18.3. war es endlich soweit. Der grüne HHAI wurde offiziell zugelassen.

Noch mit österreichischem Pickerl auf der Scheibe klassischer 3 Liter Vergaser Motor, 185 Pferdchen niegelnagelneues Aluminium
Endlich zugelassen: der grüne HHai   Sitz raus
Vor dem Kauf vergessen und jetzt nachgeholt: ein Blick hinter die Rücksitze — mit zum Glück erfreulichem Resultat.
Und ein neues altes Radio kam auch noch rein. Bavaria Cassette, hergestellt von Becker   Ich liebe diese alte Beschriftung. "Heizscheibe" : )









10 Jahre sharknose.de und weitere runde Zahlen
— Dezember 2015

Zehn Jahre gibt es jetzt schon diese Website. Eigentlich wollte ich im Herbst 2005 nur ein paar Bilder meines gerade gekauften Sechsers online stellen.
Um meine eigenen 6er-BMWs geht es mittlerweile nur noch am Rande. Über die Zeit entwickelte sich die Seite zu einem ziemlich umfangreichen Fundus von historischen E24-Presse- und Prospektfotos.

Oben ist noch mal die Grafik der alten 2005er-sharknose-Startseite zu sehen. Warum habe ich die eigentlich runtergenommen? Gefällt mir gerade wieder richtig gut.
Die Typo ist übrigens die Hausschrift von "Chio-Chips" (man beachte das Fill-In aus BMW-Prospektmotiven), das Autofoto stammt von mir und die Sprenkel sind gescante Sprühdosenkleckse : )

Danke für Eure zahlreichen netten Mails der letzten Jahre!
Wenn Euch die Seite gefällt freut mich das natürlich sehr, und es ist zugleich Ansporn die Seite weiter auszubauen. Diese Website ist und bleibt ein reines Herzblut-Projekt ohne kommerziellen Hintergrund.


Da war die Welt noch in Ordnung F**K Sein älterer Bruder ahnt nichts von dem Malheur

Was war in diesem Jahr sonst noch los? Mein Cosmosblauer wurde 30 Jahre alt. Kurz davor musste der treue Gefährte allerdings noch eine Blessur wegstecken. Beim Ausparken übersah ich einen Mauervorsprung (feinstes Granit) der sich dann im Zeitlupentempo in den cosmosblauen Schweller drückte. Nicht nur vom Sound her sehr unangenehm.
Die Profis von der Blechtrommel stellten mittlerweile den ursprünglichen Zustand wieder her. Top Arbeit, kann ich nur empfehlen.


Im Hafen mit Artgenossen   Macht selbst vor McDonalds eine gute Figur

Und in Zweitausendsechzehn? Im kommenden Jahr können wir uns auf das Jubiläum "40 Jahre Baureihe-BMW-E24" freuen. Die ersten Exemplare wurden zwar schon im Oktober 1975 hergestellt, doch die offizielle Premiere fand am 11. März 1976 auf dem Genfer Salon statt.

Das große Ding wird allerdings der 100. Geburtstag der Bayerischen Motorenwerke.
Vom 9. bis zum 11. September 2016 ist ein großes BMW-Festival im Olympiapark geplant. Zusätzlich eröffnet die BMW Group Classic ihr neu bezogenes Areal i
n den ersten vom BMW gebauten Werksanlagen. Ein Grund zur Vorfreude.


Euch einen guten Rutsch und ein glückliches, gesundes und friedliches 2016!


PS: Hat vielleicht noch jemand von Euch einer Schwellerzierleiste (chrom) ab Modell 82 für die Beifahrerseite? Die suche ich nämlich noch...





Grün gegen blau — Über diverse Unterschiede, das H-Kennzeichen und Denver-ClanMai 2016

Ja der cosmosblaue 635 CSi, den gibt’s auch noch!
Letztes Jahr musste die schlichte Eleganz der achtziger Jahre leider etwas kürzer treten. Der amazonitgrüne 630 CS wurde eindeutig bevorzugt. Und doch hat jedes der Fahrzeuge seinen komplett eigenen Reiz.


Foto: Jens Tanz

Das grüne Dreiliterauto ist einfach ein Hingucker mit dem puren Charme der Siebziger. Alles grün, vom Lack über die Scheiben, den Teppich bis hin zum Leder. Der Vergasermotor ist zwar nicht so leitungsstark und agil wie der dreieinhalber Einspritzer, jedoch betört er mit brabbelndem, sprotzendem Sound im Schubbetrieb, also zum Beispiel beim Anrollen an eine Ampel. Und das selbst nach Montage einer komplett neuen Auspuffanlage.
Die Straßenlage ist ziemlich unsportlich, aber das ist eigentlich nebensächlich. Er ist ein Fahrzeug für die Stadt und die kurzen Strecken. Ein Unikat, das ins Auge sticht.

Es scheint fast so, als ob die BMW-Entwickler bei der ersten Serie noch etwas geübt haben. Alles wirkt ein wenig rustikaler. Die Klappe des 630 CS-Aschenbechers besteht zum Beispiel aus einer Kunststoffart, die aus einem ehemaligen DDR-Kombinat stammen könnte. Der Blinkerhebel ist spindeldürr, rund, und das Wischintervall muss durch seitliches drücken zugeschaltet werden (ich hab' beim ersten Regen ziemlich gesucht).
Die Kofferraumauskleidungen der Radhäuser sind ebenfalls aus oben erwähnten spröden VEB-Plasten, diesmal allerdings in hellgrau.
In der Check-Control brennen noch Glühbirnen statt LEDs und vom Bordcomputer, geschweige denn sämtlicher anderer Elektronik (inkl. ABS) kann man nur träumen. Keine Sicherheitsgurte hinten. Und ein 4-Gang-Getriebe! Aber all das ist vollkommen egal. Er ist einfach cool, so wie er ist!


Mein cosmosblauer 635 CSi der zweiten Serie

Ganz anders sein sieben Jahre jüngerer cosmosblauer Bruder, ein Kind der achtziger Jahre. Er ist deutlich perfekter — und damit meine ich gar nicht seinen Pflegezustand, da sind beide auf einem ähnlichen Level. Der komplette Entwicklungsstand macht einen wesentlich ausgereifteren Eindruck. Das modernere Fahrwerk der zweiten Fünfer Generation (E28) sieht man zwar von außen nicht, aber man spürt es.
In Sachen Elektronik verkörperte der 635 CSi mit seinen Features wie der Service-Intervall-Anzeige, dem Bordcomputer, der aktiven Check-Control und digitalem Motormanagement den höchsten Entwicklungsstand seiner Zeit. Die Höchstgeschwindigkeit des Wagens beträgt 229 km/h. Ein Wert, welcher selbst heute noch beeindruckt. Wie muss es 1985 gewesen sein, als noch nicht alle Außendienstler mit TDI-Kombis antraten, sondern mit 60 PS Benzinern?
Wenn ich eine längere Tour plane, ist der kühle Blaue ganz eindeutig meine erste Wahl. Entspanntes, genussvolles und sportliches Fahren mit Stil.



Im Dezember letzten Jahres wurde er dreissig Jahre alt. Zu Beginn der neuen Saison ging es zur GTÜ-Prüfstelle um die H-Abnahme machen zu lassen. Da der Wagen komplett original ist, musste ich mir diesbezüglich keinen großen Kopf machen. Die Prüfung war eher eine Formsache. Trotzdem war’s natürlich ein besonderer Moment als ich die neuen Kennzeichen montieren konnte.

Eine neue Zierleiste für den Schweller der Beifahrerseite hatte ich nach vier Monaten(!) intensiver Suche auch endlich gefunden. Nachdem das Ersatzteil bei sämtlichen BMW-Händlern und Schraubern nicht mehr aufzutreiben war, half mir jemand aus dem Forum weiter. Das 186 Zentimeter lange Stück Leisten-Sperrgut lag in der Nähe von Waiblingen bei einem Bekannten des Foristen. Ein weiteres Forummitglied konnte das Teil auf der Durchreise nach Hamburg transportieren. Danke dafür, Phileas. Sehr nett Dich mal live kennengelernt zu haben! Der Blaue ist jetzt also wieder richtig komplett.

Die stilistische Vorlage: 6er Prospekte aus den Jahren 1985/86

Zum dreissigsten Geburtstag war es auch mal wieder an der Zeit Fotos zu machen. Und warum nicht im Stil von 1985? Damals waren goldfarbene, metallene Fassaden schwer angesagt. Achtziger halt. Ein Hauch von Denver-Clan lag in der Luft. Nach kurzem Prospektabgleich verkörperte das Gebäude der Landeszentralbank Hamburg die damalige Optik perfekt.
Nur das Euro-Kennzeichen mit blauem Streifen trübt die Illusion ein wenig.

Im Jahre 2016 vor der Landeszentralbank Hamburg: architektonische Ähnlichkeiten sind nicht von der Hand zu weisen : )





"Haifisch in amazonit" — Mein 630 CS und ich im Träume Wagen MagazinAugust 2016

Jens (links) und ich nach erfolgreicher Knipsung
Fotos: Jens Tanz

Ende März 2016: Das Träume Wagen Magazin suchte einen 6er-BMW für eine Reportage. Ein Bekannter stellte den Kontakt zwischen Jens (dem Redakteur) und mir her. Der war gleich von der ungewöhnlichen Farbe des 630 CS begeistert. Wir verabredeten uns eine Woche später für ein Interview mit anschließender Fotosession.

Nach einem kurzen Beschnuppern an der Oldtimer Tankstelle ging es auf das Parkdeck des Großmarktes und in die HafenCity zum fotografieren.
Herausgekommen ist ein sehr schöner, achtseitiger Artikel, der jetzt im August 2016 veröffentlicht wurde:

Fotos: Jens Tanz
gibt's auch als ePaper: Träume Wagen Drivestyle Magazin








Spiegel mit Chromfuß gesuchtJuni 2017

Liebe 6er Community, jetzt brauche ich mal Eure Hilfe:
Ich suche einen Chromfuß-Spiegel (Fahrer- und evtl. auch Beifahrerseite), so wie er bis 1979 verbaut wurde. Desweiteren alternativ auch eine Chromblende die beim Entfall des Beifahrerspiegels montiert wurde. Die Teile sollten in einem guten Zustand sein und keine Pickel aufweisen.

Gerne Mail an mich! Ich danke Euch.

Ach so: falls noch jemand 4 schwarze Fensterheberschalter zu verkaufen hat, sage ich auch nicht nein : )

Der Chromfuß-Spiegel Die Blende (gern auch rechter Chromfuß-Spiegel) Die Knöppkes









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