50. AvD Oldtimer Grand Prix - Nürburgring — 11.-13.08.2023

Im Jahre 1973 fand der erste Oldtimer Grand Prix statt. Davon bekam ich seinerzeit leider nichts mit, denn ich war zarte zwei Jahre alt und im Bauklötzchenalter. Unglaublich, dass zu dieser Zeit dort schon das Thema Oldtimer zelebriert wurde. Ein Grund mal wieder in die wunderschöne Eifel zu fahren!

Natürlich waren auch diesmal ein paar sehenswerte 6er Meilensteine vor Ort. Als da wären: der grüne Werginz Gruppe 2 von 1980, der Eggenberger von Kelleners/Grano (Gewinner Tourenwagen EM 1981) und last but not least der im letzten Jahr nach Gruppe 5 Reglement aufgebaute 6er der Gebrüder Schumann.

Drumherum gab’s natürlich noch viele weitere automobile Leckereien in Form von diversen CSL Coupés, 328ern der Vorkriegszeit und einigen M1 Procars. Doch was soll ich lange faseln: Bilder sagen wie immer mehr als Worte.


Der private CSL des mittlerweile 80jährigen Leopold Prinz von Bayern, kurz Poldi. Sein Traum war es, im hohen Alter noch einmal Formel 1 zu fahren.
Daher: Sitzprobe und Anpassung vor der Presse Maserati 250F im Zigarren-Design, 1956 Im alten Fahrerlager
Aus der Abteilung Alte Haudegen: Veritas RS 1948 1950 ging die Marke bereits wieder Konkurs Unter dem Blech: BMW 328 Technik
  die Vorkriegs-Legende: BMW 328  
Zurück zur BMW Neuzeit Bei Schnitzer Classic Zwei E36 Super Tourenwagen (STW)
Der legendäre „Enny“ Eggenberger-Gruppe-2 BMW, Gewinner der Tourenwagen Europameisterschaft 1981 (gefahren von Kelleners/Grano). Danach wanderte das Fahrzeug in den Besitz des Schweizers Jürg Dürig, der das Fahrzeug bei Bergrennen und im historischen Motorsport einsetzte. Dürig verstarb 2021.
Jetzt ist das Fahrzeug unter der Obhut des Teams von Schnitzer Classic und wird wieder eingesetzt.
Hinter „Schnitzer Classic“ steht übrigens die Familie Trautwein aus Schiltach im Schwarzwald, die bei der Auflösung des ehemaligen Teams „Schnitzer-Motorsport“ große Teile erwarb.
Zur Erinnerung: das weltbekannte ehemalige BMW-Werksteam aus Freilassing musste den Betrieb schließen, nachdem es keine Aufträge mehr von BMW erhielt. Ein ziemlich trauriges Ende einer Legende. Erfreulich, dass der große Name und ehemalige Fahrzeuge unter dem Label Schnitzer Classic weiterleben kann!
Wen das Thema interessiert, dem sei diese Alte Schule Folge empfohlen.
Fina E36 STW M3 E90 DTM Schnitzer Classic Truck
Eve Scheers BMW 2002
Unique   Gruppe 5 Zakspeed Turbo Capri
M1 Street Version In Motorsport Optik Die Limousine der Präsidenten und Potentaten
Ferrari Party    
Der allererste E24-Tourenwagen überhaupt, aufgebaut von Werginz-Motorsport aus Wien: der 1980er BMW 635 CSi Gruppe 2
Das komplett erhaltene Originalfahrzeug wurde von RWS-Motorsport neu aufgebaut und steht aktuell bei der Firma Springbok zum Verkauf.
Buchmann Porsche 924 - Ist es das Original vom Auto Zeitungs Cover? Nein, aber eine stilistisch daran angelehnte Replika.
Turbo Créme 904 365 GTB/4 in lilametallic
Warsteiner 2002 aus der DRM Erik Qvicks 320i Turbo Wunderschöner BMW-Luigi CSL
Und dann war da noch der nach Gruppe 5 aufgebaute Sechser der Gebrüder Schumann. Optisch einem CSL-Batmobile ähnelnd. EIn solches Fahrzeug hat es früher zwar nie gegeben, aber durch das im Gegensatz zur Gruppe 2 und vor allem der Gruppe A deutlich freiere Reglement, konnte bei diesem Fahrzeug eine Carbon Karosserie, anderes Flügelwerk und ein 3,8 Liter Vierventil-Motor realisiert werden. Das Fahrzeug besitzt 480 PS. Eine ziemliche Waffe. Checkt die gegenläufig zu öffnende Fronthaube und den angedeuteten Tankdeckel, der ohne Funktion ist, da das Seitenteil aus Carbon gebacken wurde.
2002 Valvoline Procar  
Wuchtig: der Memphis Krebs/Quester CSL und der metallicfarbene Juma CSL  
Ein Prosit: Gilden-Kölsch Monza Irmler Racing mit Kadett und GMC Vandura Opel GT von Nolte Motorsport
    Commodore
Ein M1 kommt selten allein Lola T165, Ex Andretti Procar Gewinner: CSL von MK-Motorsport
Und jetzt kommst Du: Wie heisst dieses Fahrzeug? Es ist ein Mosler MT 900 R - VMax: 330 km/h
Clubparkplatz B2a im Abendlicht Einzigartig gestylter AHG-M1 im Procar Look  

Was ein „AHG-M1“ ist? Im Jahr 1982 lief die Produktion des M1 aus. Der Chef des Bielefelder BMW-Autohauses AHG, Peter Gartemann sicherte sich den übriggebliebenen M1-Teilefundus und baute in den späten 80er Jahren noch einige M1 aus den gehorteten Rahmen und Teilen auf.

Zudem kam er auf die Idee, einen stilistisch an die Procars angelehnten Bodykit zu entwickeln. Zehn so eingekleidete Fahrzeuge sollen angeblich entstanden sein. Lackiert wurde das hier zu sehnende Exemplar von „Hermann Altmiks Lackdesign“. Sozusagen das ostwestfälische Gegenstück zu Walter Maurer. Ein cooles und absolut einzigartiges Auto!

Der Tropic/Lorenz Prototyp   BMW Fifties

Fotos: F. Kempermann


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